API-Schlüssel & Storage-Verbindungen verwalten

In diesem Artikel lernst Du, wie Du externe Anwendungen mit Deinem WeSendit Storage verbindest, Zugriffsrechte gezielt steuerst und den Überblick über all Deine Storage-Verbindungen behältst.

1. Was ist die Seite „API Keys and Connection"?

Die Seite API Keys and Connection erreichst Du über Settings in der linken Navigation. Sie ist die zentrale Schaltzentrale für alles, was mit externem Datenzugriff zu tun hat.

Hier kannst Du:

  • Alle Storage-Verbindungen einsehen und verwalten
  • S3 Credentials für externe Tools abrufen
  • Zugriffsrechte und IP-Einschränkungen konfigurieren
  • Verbindungen löschen, wenn sie nicht mehr benötigt werden

2. Das Private-Fortress-Konzept

WeSendit File Management folgt dem Prinzip der „Private Fortress": Dein Storage ist standardmäßig vollständig abgesichert – kein externer Zugriff ohne explizite Freigabe.

Das bedeutet:

  • Externe Anwendungen haben keinen Zugriff, solange Du keine S3 Credentials erstellt und freigegeben hast
  • Du entscheidest selbst, wer zugreifen darf (via Credentials) und von wo (via IP-Einschränkungen)
  • Jeder Storage kann individuell konfiguriert werden unterschiedliche Tools erhalten unterschiedliche Zugriffsrechte

💡 Das Ziel: Du gibst nur so viel Zugriff frei, wie für einen bestimmten Workflow wirklich benötigt wird. Nicht mehr, nicht weniger.

3. Storage Connections im Überblick

Unter „Storage Connections" siehst Du alle Deine eingerichteten Storages auf einen Blick. Für jeden Storage werden folgende Metadaten angezeigt:

Metadatum

Beschreibung

1.Name

Der von Dir gewählte Name des Storages

2.Storage Provider

Der verwendete Provider (z. B. WeSendit, Cloudflare, AWS)

3.Region

Der Serverstandort des Storages

4.Speicherplatz

Genutzter vs. verfügbarer Speicher

5.Dateien & Ordner

Anzahl der enthaltenen Inhalte

6.Share-Status

Gibt an, ob der Storage geteilt ist

7.S3-Verbindung

Zeigt an, ob S3 Credentials aktiv sind

4. Zugriffsrechte konfigurieren

Für jede Storage-Verbindung kannst Du genau festlegen, was erlaubt ist:

Permissions (Zugriffsebene)

Permission

Was ist erlaubt?

Read Only

Dateien ansehen und herunterladen

Write Only

Dateien hochladen, aber nicht lesen

Read & Write

Vollzugriff: lesen, schreiben, synchronisieren

IP-Einschränkungen

Du kannst den Zugriff auf bestimmte IP-Adressen oder Netzwerke begrenzen. Das ist besonders wichtig, wenn Credentials für automatisierte Systeme oder Server verwendet werden.

→ Mehr dazu im Artikel IP Address Documentation – Zugriff via S3 absichern

5. Workflow-spezifische Verbindungen einrichten

Ein häufiger Anwendungsfall: verschiedene Teams oder Prozesse benötigen Zugriff auf unterschiedliche Storages mit unterschiedlichen Rechten. Das lässt sich mit WeSendit sauber abbilden.

Beispielkonfigurationen

Administration

  • Storage: Unternehmensweite Dokumente
  • Permission: Read & Write
  • IP-Einschränkung: Nur Büro-IP

Team Designs

  • Storage: Design-Assets und Kampagnenmaterial
  • Permission: Read & Write
  • IP-Einschränkung: VPN-Ausgang des Design-Teams

Finance

  • Storage: Rechnungen und Finanzberichte
  • Permission: Read Only (für externe Buchhaltung)
  • IP-Einschränkung: IP des Steuerberaters

💡 Empfehlung: Erstelle für jeden Use-Case einen eigenen Storage mit dediziertem S3 Credential-Set. So kannst Du Zugriffsrechte gezielt vergeben und einzelne Verbindungen löschen, ohne andere zu beeinflussen.

6. Integration in externe Tools und eigene Anwendungen

Sobald Du S3 Credentials für einen Storage erstellt hast, kannst Du ihn in nahezu jedes S3-kompatible Tool integrieren.

Was Du dafür benötigst

Du findest alle nötigen Verbindungsdaten in den Storage-Einstellungen:

  • S3 Server Address – der Endpunkt Deines Storages
  • S3 API Bucket Name – der eindeutige Name Deines Buckets
  • Access Key – Dein öffentlicher Identifikationsschlüssel
  • Secret Key – Dein privater Schlüssel (nur bei Erstellung sichtbar – sicher aufbewahren!)

Kompatible Tools (Beispiele)

Tool / Plattform

Anwendungsfall

Rclone

Datei-Sync zwischen Cloud-Speichern

Cyberduck

Grafischer S3-Browser für Mac & Windows

AWS CLI

Kommandozeilenzugriff für Entwickler

Filezilla

FTP/S3-Client für einfache Dateiübertragungen

Eigene App

S3-kompatible API, verfügbar in allen gängigen Programmiersprachen

Beispiel: Rclone-Konfiguration

[wesendit-storage]
type = s3
provider = Other
access_key_id = DEIN_ACCESS_KEY
secret_access_key = DEIN_SECRET_KEY
endpoint = DEINE_S3_SERVER_ADDRESS

Diese Konfiguration kannst Du in Deiner rclone.conf-Datei eintragen, um Deinen WeSendit Storage direkt über die Kommandozeile zu verwalten.

7. Verbindungen verwalten

Verbindung anzeigen / bearbeiten

Klicke auf den Speicher in der Liste, um die Verbindungsdetails einzusehen und Einstellungen wie Permissions oder IP-Einschränkungen anzupassen.

Verbindung löschen

Über das Kontextmenü kannst Du eine Verbindung dauerhaft löschen. Diese Aktion ist unwiderruflich und trennt sofort alle externen Zugriffe.

→ Lies vor dem Löschen unbedingt: Delete Connection. Was passiert beim Löschen einer Verbindung?

Zusammenfassung

Ich möchte…

So geht's

Einen Storage mit externem Tool verbinden

S3 Credentials in den Storage-Einstellungen abrufen

Den Zugriff auf bestimmte IPs beschränken

IP-Einschränkungen im Storage konfigurieren

Verschiedenen Teams unterschiedliche Rechte geben

Separate Storages mit eigenen Credentials erstellen

Eine Verbindung sicher beenden

Checkliste prüfen → Verbindung löschen

Credentials erneuern (z. B. nach Sicherheitsvorfall)

Neue S3 Credentials generieren (Key-Rotation)

Weiterführende Artikel

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